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Röntgenanalyse

Die Röntgenanalyse ermöglicht es pathologische Veränderungen im Knochenbereich der Restbezahnung, sowie unklare Strukturen oder verhandene Wurzelreste und verlagerte Zähne zu erkennen. Ebenso können das vorhandene Knochenangebot beurteilt und die Implantatachsen festgelegt werden.

Die Röntgenanalyse erfolgt anhand eines Einzelbildes oder Fernröntgenseitenbildes, einer Unterkieferaufbissaufnahme, einer Spiraltomographie oder eines Computertomogramms, sowie einer Panoramaschichtaufnahme, auch Orthopantomogramm (OPG) genannt.
Letzteres befähigt zu einem Panoramabild des Kiefers und des senkrechten Knochenangebotes im Implantatbereich und somit zu Erkenntnissen über den Platzbedarf in Längsrichtung des Kiefers zur Festlegung der notwendigen Anzahl ab Implantaten. Das OPG liegt meist in einem Vergrößerungsfaktor von 1:1,25 bis 1:1,3. 

Mit Hilfe des OPGs und der Verwendung einer transparenten Implantatschablone mit dem Vergrößerungsfaktors des Röntgengerätes, kann die passende Implantatlänge bestimmt werden. Die Knochenzone sollte zwischen zwei nebeneinander liegenden Implantaten 2 bis 3 Millimeter bemessen, sowie 1,5 bis 2 Millimeter zwischen der Nachbarwurzel und dem Implantat. 

Übersichtsaufnahmen eignen sich nicht um die Knochenbreite zu bestimmen. Digitale Röntgenbilder, von Bildbearbeitungsprogrammen dagegen machen eine präzise Implantatplanung möglich.

Unterkieferbissaufnahme
Unterkieferbissaufnahmen ermöglichen eine Lokalisierung von Zysten oder Speichelsteinen, sowie eine Analyse unklarer Strukturen im Knochen oder im Weichgewebe. Über die Knochenbreite können jedoch keine Erkenntnisse gewonnen werden, weswegen dieses Verfahren lediglich als Ergänzung der Röntgendiagnostik bei unklaren pathologischen Veränderungen geeignet ist.

Röntgeneinzelbild
Durch Röntgeneinzelbilder lassen sich detaillierte Erkenntnisse über Wurzel- oder paradontale Erkrankungen, Strukturveränderungen des Knochens und andere krankhafte Veränderungen gewinnen. Außerdem erhält man Informationen über die Nachbarzähne, defekte Füllungen und eventuell vorhandenen Karies. Eine 1:1-Übertragung mit Hilfe der Einzelbilder ermöglichen sowohl die sogenannte Rechtwinkeltechnik als auch die Paralleltechnik, die im Idealfall identische Aufnahmen erzeugen sollten.

Eine noch genauere Analyse und damit eine exaktere Berechnung der Implantatlänge, wird durch den Einsatz eines zusätzlichen röntgenologischen Millimeterrasters ermöglicht.

Fernröntgenseitenbild
Das Fernröntgenseitenbild ist nicht so geeignet wie das Orthopantomogramm, da sich die linke und rechte knöcherne Gesichtshälfte überlagern, wodurch es zu Doppelkonturen kommt, doch ermöglicht es eine Beurteilung der Verschiebung des Unterkiefers und Oberkiefers zu einander und zusätzlich der Weichteile ( Lippenhöhe, Lippenschluss und Lippenposition zu einander).

Im Bereich der Gesichtsmittellinie können die Breite des Kieferknochens im Oberkieferfrontbereich und die Knochenhöhe im zahnlosen Unterkiefer ermittelt werden und somit die Neigung der Implantatachse festgelegt werden.

Vorwiegend kommt das Fernröntgenseitenbild beim zahnlosen Kiefer zur Bestimmung der Knochenbreite im Frontzahnbereich sowie zur Festlegung der Lagebeziehung von Unter- und Oberkiefer zu einander zum Einsatz.