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Geschichte der Implantologie

Bereits vor über 2000 Jahren gab es im Menschen den Wunsch, die verlorenen Zähne durch künstliche Implantate zu ersetzen. Doch die prähistorischen Funde, bei denen es sich um einzelne Experimente kultischen Brauchtums handelt, haben keine sonderlich hohe Bedeutung für die heutige Entwicklung der Implantologie.

Um die Zähne zu ersetzen wurden in der vor- und nachchristlichen Zeit vorwiegend Materialen wie Elfenbein, Metall, Knochen und Stein verwendet.

Französische Anthropologen fanden bei der radiologischen Untersuchung eines Schädels aus einer Grabanlage des ersten oder zweiten Jahrhunderts nach Christi ein integriertes Bronzeimplantat im Bereich eines oberen Prämolaren.

Um 1888 wurden in Frankreich erstmals wohlhabenden Patienten Zähne implantiert, die zuvor jungen Patienten nach ihrer Zustimmung entfernt worden waren.
Die primäre Empfehlung zur Verpflanzung von Zähnen ist aber bereits um das Jahr 1100 nach Christi datiert.

Die Verwendung körperfremder metallischer und elfenbeinartiger Materialien wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts von diversen Wissenschaftlern empfohlen. 1939 entwickelten die Gebrüder Storck erste Implantate mit Gewindeform aus Vitallium. Anbruch der 60er Jahre wurden, aus dem seinerzeit neuartigen Tantal, die ersten nadelförmigen Implantate, auch bekannt als Nadelstraßen, gefertigt. Wenige Jahre später folgten schraubenförmige Implantate aus verschiedensten Metallen.

Erste wissenschaftliche Studien bewiesen Mitte der 60er Jahre, dass sich durch funktionelle Belastung  die Implantationsoberfläche fest an den Knochen anlagert. Die aktuellen Standartbegriffe der zahnärztlichen  Implantologie  "gewebeintegrierter Zahnersatz" oder auch "Osseointegration" gehen auf diese Studien zurück.

Nur wenige Jahre später entstanden erste Blattimplantate aus Titan und schraubenförmige Implantate aus unterschiedlichen Werkstoffen. Erste zylindrische und Schraubenimplantate werden unter dem Begriff "rotationssymmetrische Implantate" entwickelt.